Bezirk Jena-Weimar

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Bibelwort für den Monat November

 

Weh denen, die Böses gut und Gutes böse nennen,
die aus Finsternis Licht und aus Licht Finsternis machen,
die aus sauer süß und aus süß sauer machen!

(Jesaja 5,20)


Erkennen braucht Begegnen

Liebe Schwestern und Brüder! Liebe Freunde!

beim Bibelwort im November fällt mir zuerst auf, dass es eigentlich nicht gut funktionieren sollte. Der Unterschied zwischen Licht und Finsternis etwa ist klar erkennbar. Wie sollte es möglich sein, anderen oder sich selbst erfolgreich einzureden, dass Licht Finsternis ist und umgekehrt? Den Irrtum oder Schwindel müsste jeder erkennen. Doch wenn es schon bei diesen objektiven Tatsachen gelingen kann, etwas nicht als das zu benennen, was es ist, wie ist das dann erst mit individuellen Eindrücken und Erfahrungen? Davon könnte süß und sauer sprechen

Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten.

Wie sich überall zeigt, lässt sich nicht nur über Geschmack streiten, sondern auch über die Wahrheit, die wir zu erkennen glauben. Was, so frage ich mich, kann helfen, dass wir uns dabei nicht entzweien, sondern im Gegenteil besser und tiefer verstehen und gemeinsam reicher an Einsichten und Orientierung werden? Da mich das Bibelwort im November selbst herausfordern soll, will ich folgenden Fragen nachgehen: Wo habe ich nicht den Mut, meine Sicht klar zu vertreten, etwa aus Sorge zu verletzen, zu enttäuschen? Wo mache ich mir nicht die Mühe, in eine Auseinandersetzung zu gehen, etwa um des lieben Friedens willen? Mit welcher inneren Haltung komme ich in einen echten, offenen Dialog, so dass meine Sichtweise andere bereichern kann und ich durch ihre Erfahrungen etwas hinzugewinne?
Diese Fragen gehen von zwei Voraussetzung aus: Wer die Dinge schlechtredet oder schönfärbt, nimmt sich und anderen die Möglichkeit, mit der Realität umzugehen. Was Realität ist, erfahren wir um so genauer, je mehr Perspektiven wir einnehmen können. Die Gemeinde ist für mich ein einladendes Übungsfeld, einander Perspektiven zu eröffnen. Wir wissen uns in Erkenntnis und Irrtum von Gott gehalten. Darum ist dieses Übungsfeld ohne Angst und voller Bewegung.

Wir erleben uns von Gott zur Wahrheit befreit.

Darum ist dieses Übungsfeld von Vertrauen und Offenheit geprägt. So bin ich voller Neugier auf die weiteren Begegnungen mit euch auf unserem Übungsfeld.

Es grüßt Sie und euch herzlich Eric Söllner

Pastor Eric Söllner

   

 

 

 
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