„Das Leben ist voller Leid, Krankheit und Schmerz – und zu kurz ist es übrigens auch.“

„Das Leben ist voller Leid, Krankheit und Schmerz – und zu kurz ist es übrigens auch.“ – meinte Woody Allen einmal, der geniale Regisseur und Schauspieler, inzwischen 90 Jahre alt. Mit feinem Humor zeigt er Alltagssituationen, die ungewollt komisch wirken. Sätze wie: „Ich habe keine Angst vor dem Sterben, ich möchte nur nicht dabeisein, wenn’s passiert.“ sind von ihm bekannt. Wie vielen lässt ihn die Beschäftigung mit der Frage nach dem Sinn des Lebens nicht los. „Das ewige Nichts ist OK, wenn man dafür richtig angezogen ist“.

Tatsächlich stellt sich die Sinnhaftigkeit des Lebens angesichts in so manchem Erleben in Frage.
Menschen fühlen sich hineingezogen in eine Abwärtsspirale wie in einen sogstarken Trichter. Sie
haben das Gefühl, wohin man auch schaut, alles wird schlimmer. Es bringt nichts zu versuchen, so
jemanden seine Wahrnehmung auszureden. Wenn ich in so einen Sog gerate, – warum auch immer -, hilft es mir, einen „Ankersatz“ zu hören.

„Die Hoffnung haben wir als einen sicheren und festen Anker unserer Seele.“ ist so ein Satz.
Der Anker an einem Schiff sorgt dafür, dass das Schiff nicht weggetrieben wird. Er gibt dem Schiff
Sicherheit und Stabilität. So ähnlich kann es die Hoffnung im Vertrauen auf Gott für uns tun. Doch
allein ein Anker für sich gibt keine Sicherheit. Denn er muss sich ja in einem festen Grund verankern.
Erst dann treibt das Schiff nicht davon.

Die Hoffnung ist der Anker. Dieser Anker reicht in das „Innere…“, wie es mit diesem Satz weitergeht.
Gemeint ist letztlich Gottes Gegenwart. Der Ankergrund ist Gott selbst. Der Gott, der uns zugewandt ist und bleibt. Meine Hoffnung ankert in Gott. Sie hängt nicht davon ab, ob ich den Anker richtig auswerfe, sondern von Gott selbst.

„Die Hoffnung haben wir als einen sicheren und festen Anker unserer Seele.“
In diesem Sinne halte ich es mit Woddy Allen: „Ich denke viel an die Zukunft, weil das der Ort ist, wo ich den Rest meines Lebens zubringen werde.“

Pastorin Christin Eibisch

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